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TPD Jahresbericht 2017

Delegierte: R. Kohlheimer
Sitzungstermine: 26.1., 4.5., 28.9.2017

 

Die Verbesserung der berufspolitischen Situation der Psychoanalyse und anderer höherfrequenter Langzeitverfahren stand weiterhin im Mittelpunkt der Anstrengungen des TPD-Vorstands.

Dazu gab es folgende Initiativen:

Im Jänner 17 fand eine Besprechung in der WGKK mit der ärztlichen Direktorin, Dr. Barbara Hörnlein, und dem Leiter des Medizinischen Dienstes, Dr. Menghin, sowie mit der Leiterin der Abteilung Vertragspartner, DDr. Andrea Fleischmann, statt. Die TPD wurde vertreten von Fritz Lackinger (Vorsitzender), Renate Kohlheimer (stv. Vorsitzende) und Hemma Rössler-Schülein (als Vertreterin des Psychoanalytischen Ambulatoriums).

Gesprächsergebnis: Die TPD wurde eingeladen, Indikationskriterien für die Bewilligung der Teilfinanzierung von psychoanalytischen Behandlungen seitens der WGKK zu erstellen. Diese Indikationsliste wurde in Kooperation mit der Univ. Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie erarbeitet. Dabei hat uns Prof. Stefan Doering seine Expertise zur Verfügung gestellt. Die Indikationskriterien wurden im TPD-Vorstand diskutiert und erweitert.

Die Antwort der WGKK vom Juni 17 beinhaltete einen enger gefassten Diagnosekatalog in Form einer Festlegung auf »Strukturelle Persönlichkeitsstörungen« (ICD 10 – F 60). Weitere Gespräche wurden von der WGKK trotz Bemühungen des TPD-Vorsitzenden (F. Lackinger) abgelehnt.

Im Herbst 17 hat die TPD eine Unterlage zum aktuellen Umgang der WGKK mit psychoanalytischen Behandlungen (rechtliche Grundlagen, Indikationsliste der WGKK, Antrags- und Begutachtungsverfahren) verfasst (s. Punkt: »Indikationskriterien der WGKK für Psychoanalyse 2017«).

Parallel dazu hat der WPV-Vorstand Kontakte mit dem Hauptverband (HV) der Sozialversicherungen über Dr. Elisabeth Zissler hergestellt. In Folge gab es im Juni 17 Gespräche mit Dr. Johannes Gregoritsch, dem Leiter der Abteilung Vertragspartner Ärzte im HV sowie im November 17 eine Präsentation vor ca. 30 ChefärztInnen aller österreichischen Krankenversicherungsträger. Prim. Dr. Klaushofer, der Leiter dieses Gremiums, hat auf den enggefassten Versorgungsauftrag der Sozialversicherung hingewiesen, gleichzeitig aber sein Interesse bekundet und weitere Gespräche in Aussicht gestellt.

Am 1.3. 2018 wurde ein neuer TPD-Vorstand gewählt. Die WPV ist nunmehr durch Renate Kohlheimer (Vorsitzende) und Andreas Mittermayr (WPV-Delegierter) vertreten. Eines der Projekte des neuen Vorstands wird die Neugestaltung der Internetpräsenz der TPD sein.

LINK  Indikationskriterien der WGKK für Psychoanalyse 2017

AMFO / ÖBVP 2017

Delegierte: R. Kohlheimer
Sitzungstermine: 24.2., 14.6., 29.9. 2017 Wien, 24.11. 2017 Salzburg

 

Das Ausbildungs- und Methodenforum (AMFO) des Österreichischen Berufsverbands für Psychotherapie (ÖBVP) beschäftigt sich mit verschiedenen Fragen der psychotherapeutischen Ausbildung und Berufsausübung. Vertreter sind alle österreichischen Propädeutika und Fachspezifika.

Im abgelaufenen Jahr stand u.a. die kollektivvertragliche Einordnung von PsychotherapeutInnen auf der Tagesordnung. Mehrfach wurde der Stellenwert dieses Forums innerhalb des ÖBVP diskutiert.

Bei der Sitzung im November 17 ist die Vorsitzende, Mag. Doris Beneder (Vorsitzende des NÖ. Landesverbandes), nach Diskussionen mit dem ÖBVP-Vorsitzenden, Dr. Peter Stippl, zurückgetreten.

Nachdem bisher keine Nachfolge nominiert worden ist, werden die Sitzungen im ersten Halbjahr 2018 von einem Vertreter der ÖGWG (Gesprächspsychotherapie) vorbereitet.

TPD Jahresbericht 2016

Delegierte: R. Kohlheimer
Vorstandssitzungen: 4.3., 15.4., 19.5., 15.9. 2016

 

Der TPD Vorstand befasste sich in den Sitzungen weiterhin mit offenen Themen hinsichtlich der Bemühungen um die Wiedereinführung der bis 2012 gültigen Vereinbarungen zwischen TPD und WGKK.

Unsere inhaltlichen Diskussionen und Überlegungen möglicher Lösungsansätze bezogen sich auf Probleme zum Gutachterverfahren der WGKK im Hinblick auf die mangelnde Fachkompetenz sowie die Frage von fehlenden verbindlichen Richtlinien bei der Indikationsstellung von höherfrequenten und längerdauernden Behandlungen. Auch diskutiert wurde das unterschiedliche Honorierungs- und Bewilligungsverfahren bei ärztlichen und nichtärztlichen Analytikern.

Gespräch mit Dr. Fleischmann: 15. März 2016

Seitens der TPD wurde auf die Gutachterproblematik aufmerksam gemacht, wobei die von WPV Kollegen gesammelten Patientenstellungnahmen vorgelegt wurden.

Auf Anregung von Dr. Fleischmann, die TPD möge einen Vorschlag zur weiteren Vorgehensweise (Bewilligungsverfahren, Begutachtungsproce­dere, Verhandlung mit dem Medizinischen Dienst) ausarbeiten, wurde daraufhin von einer TPD Arbeitsgruppe ein entsprechendes Konzept erstellt. Dieses wurde im Herbst der WGKK übermittelt.

Ein Gespräch mit dem Medizinischen Dienst mit der neuen ärztlichen Direktorin, Dr. Brigitte Hörnlein, wurde von Dr. Fleischmann für Anfang des neuen Jahres in Aussicht gestellt

Im Oktober konstituierte sich ein neuer TPD Vorstand: Vorsitzender (Dr. Fritz Lackinger), Stellvertreterin (Renate Kohlheimer), Schriftführerin (Sabine Freilinger), Kassier (Dr. Gerhard Pawlovsky).

Das Gespräch mit dem Medizinischen Dienst und der Vertragspartnerabteilung hat mittlerweile in Anwesenheit der neuen ärztlichen Direktorin stattgefunden (16.1. 2017) mit dem Ergebnis der Erstellung einer gemeinsamen Indikationsliste (Psychoanalysen und Langzeittherapien) zwischen TPD und WGKK. Daran arbeiten wir.

AMFO / ÖBVP 2016

Delegierter: F. Huber

 

Die vom BMG/Psychotherapiebeirat aufgeworfenen Themen Clusterung und Akademisierung wurden mehrmals informell erörtert. Es wurden keine die Psychoanalytischen Psychotherapeuten speziell tangiernde Probleme behandelt, sodass ich als AMFO-Deligierter der WPV nichts Besonderes zu berichten habe.

Wie schon ein halbes Jahr zuvor dem Vorstand der WPV mitgeteilt, habe ich bei der GV 12/2016 meine AMFO-Delegierten-Funktion zurückgelegt.

TPD Jahresbericht 2015

Delegierte: E. Skale
Sitzungstermine: 17. 04., 19.6. und 6. 11.2015

 

Der Vorsitzende gibt einen zusammenfassenden Bericht über die Bemühungen um die Wiedereinführung der bis 2012 gültigen Vereinbarungen zwischen TPD und WGKK, die bislang nicht den erwünschten Erfolg brachten. Zuletzt wurde von der WPV und dem WAP ein diesbezüglicher Antrag in der Arbeiterkammer eingebracht. Ein weiteres Problem stellt das Gutachterverfahren dar, wobei unsere Kritik vor allem auf die mangelnde fachliche Kompetenz der Gutachter und auf den Stil der Begutachtungen zielt. Der Vorsitzende hat bereits einen Termin (23. Juni) mit DDr. Fleischmann vereinbart, um bei einem Informationsaustausch mit Nachdruck auf dieses Problem hinzuweisen. Bisher lehnte die WGKK sämtliche Änderungsvorschläge hinsichtlich der Gutachterproblematik ab. Für aktuelle Schwierigkeiten mit Bewilligungen und Gutachtern empfiehlt sich die Forderung einer schriftlichen Begründung im Falle einer Ablehnung die Einbeziehung des Ombudsmannes (Dr. Bittner). Horvath schlägt die Einrichtung einer Mailingliste vor, um den Informationsaustausch innerhalb der Kollegenschaft zu verbessern. Dies hat sich in der Fachgruppe Psychiatrie gut bewährt.

Gespräch mit DDr. Fleischmann (23. 06.):

Seitens der TPD wurde der Vorschlag eingebracht, in Zusammenarbeit mit den Gutachtern der WGKK gemeinsam Richtlinien für Begutachtungen zu erarbeiten. Fleischmann meinte jedoch, dass Direktor Dr. Marek und Dr. Menghin damit nicht einverstanden wären.

Ruhs und Pawlowsky werden daher versuchen, einen Termin mit Marek und Menghin zu vereinbaren, um unsere Bedenken und Vorschläge zur Begutachtungspraxis nochmals eingehend zu erörtern.

Zu diesem Thema werden anschließend folgende Vorschläge diskutiert:

  • Einrichtung eines eigenen Bewilligungsverfahrens für Psychoanalyse
  • Begutachtung vor Therapiebeginn durch andere, selbst gewählte KollegInnen
  • Erkundung der Begutachtungsregeln in den anderen Bundesländern
Horvath berichtet über den erfolgreichen Vertragsabschluss der Fachärzte f. Psychiatrie mit der WGKK.